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Megawatt und Giga-Euro

Sinniert man über die Zukunft der Braunkohleregionen, stößt man früher oder später auf die Gretchenfrage: Ist in der Lausitz und im Rheinrevier die wirtschaftliche Lage so mies, weil der fossile Brennstoff mit Staub, Mondlandschaften und Klimakiller-Emissionen kaum für ein einladendes Image sorgt? Wer will da schon hin und sein hippes Start-up sinngemäß einschwärzen? Oder ist die traditionelle Energiewirtschaft, wenn auch inzwischen arg geschrumpft, eine Art von ökonomischer Brücke, um den unausweichlichen Strukturwandel abzufedern?

Für beides lassen sich Argumente finden: So sorgen zum einen die relativ hohen Löhne und Sozialleistungen der Bergleute dafür, dass in der Region Kaufkraft vorhanden ist. Zum anderen aber wechseln die Kumpel derzeit kaum in andere Jobs, weil herbe Einkommensv…

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