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„Kein Anything-Goes“

Ein Nachwuchsquartett übernahm 1999 die künstlerische Leitung der Berliner Schaubühne, darunter der Regisseur Thomas Ostermeier. Es wurde eine internationale Erfolgsgeschichte. 20 Jahre später ist der mittlerweile 51-Jährige alleiniger Chef der renommierten Institution, Ende offen. Ein Gespräch über gefährliche Gastspiele, Theater als Widerstand und eine zersplitterte Linke.

der Freitag: Herr Ostermeier, Sie galten einst als Enfant terrible. Mittlerweile sind Sie der dienstälteste Theaterchef der Hauptstadt. Wann wird Ihnen langweilig?

Thomas Ostemeier: Gelegentlich. Aber das hat mehr mit meiner persönlichen Situation zu tun und nicht mit meiner Position. Ich fühle mich verantwortlich für dieses Haus. Es ist Ort, an dem 220 Mitarbeiter*innen fest angestellt sind. Ich will, dass es weiter …

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