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Arrogante Posen

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Dirk Ossig in „Vorsicht Optimist! 100 Fragen an Heiner Müller“

Foto: Imago Images/DRAMA-Berlin.de

„Gotscheff-Müller-Abende sind Fanveranstaltungen, von denen es nie genug geben kann, weil immer noch welche übrig sind, die nie genug davon bekommen können“, konstatierte der Theaterkritiker Ulrich Seidler im Jahr 2011 anlässlich einer Premiere im Deutschen Theater. Diese Fans – auch „liebe Müller-Gemeinde“ genannt – zeichnet der Kritiker als religiös motivierte Randgruppe, die absehbar verschwinden wird.

Diese Polemik bringt die damals vorherrschende Müller-Rezeption auf ihren durchaus komischen Punkt: Wer sich als ernst zu nehmende Diskursteilnehmerin nicht disqualifizieren wollte, tat gut daran, die Auseinandersetzung mit seinen Texten durch ein literaturwissenschaftliches Arbeits…

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