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Viva la Zumutung

Als der Theaterwissenschaft spätestens um die Jahrtausendwende herum dämmerte, dass das nächste große Ding die Performance werden würde, bemühte man sich schleunigst um die entsprechende Theoriebildung, die sich besonders mit der „Phänomenologie des Körpers“ befasste. In den entsprechenden Seminaren wurde der „göttliche Körper“ oder der „astrale Leib“ des Darstellers erörtert, dessen Erscheinen auf der Bühne für das Publikum ein „Glücksversprechen“ in sich trüge. Die Studentenschaft fingerte dabei nervös an ihren Kugelschreibern und fragte sich insgeheim, ob ein Studium der Landwirtschaft nicht die sinnvollere Wahl gewesen wäre.

Doch als nun Sophie Rois, das neue Ensemblemitglied des Deutschen Theaters, am Wochenende in der Eröffnungsinszenierung von René Pollesch in überlangem weißen N…

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