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Ihre Sachen

Geta Brătescu sitzt in ihrem Atelier. Eingesunken in ihren Schreibtischstuhl kramt die über 90-Jährige einzelne Zeichnungen mit bunten, lebendigen Formen hervor und klebt mit entschiedener Geste schwarze Striche auf. Dabei erklärt sie, was sie an Formen interessiert: „Es ist ein Tanz.“ Den Kreis, sagt sie, habe sie entdeckt, als sie als junge Zeichnerin in die Fabriken geschickt wurde. Als sie ihn zu Papier brachte, entstand dort ein Raum, den sie sich verpflichtet fühlte zu füllen. Das Videointerview, das 2016 für ihre Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle entstand, gibt eine gute Vorstellung davon, was Brătescu zu der bedeutendsten Konzeptkünstlerin Rumäniens macht. Ihr Erfolg am Kunstmarkt kam spät. Bevor sie in Hamburg oder bei einem der „big player“, Hauser & Wirth in Los Ang…

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