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Gleich werden ohne Gleichheit

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Illustration: John Burgerman

Nach dem unerträglichen Anblick George Floyds und anderer, die um ihr Leben flehten, ist der Antirassismus fundamentaler geworden. Er ist ein „militanter Ausdruck eines Liberalismus der Hautfarben“, wie Cedric Johnson es ausdrückt, eines Liberalismus, der „nicht als Bedrohung, sondern als Bollwerk“ der amerikanischen Version des Neoliberalismus fungiert. Warum? Weil er die zunehmende Ungleichheit, die der Bevölkerung zugemutet wird, verteidigt, anstatt sie zu bekämpfen.

Dies bleibt auch dann wahr, wenn, wie der Schriftsteller Ta-Nehisi Coates sagt, „keine Statistik das fortdauernde Erbe der schändlichen Geschichte unseres Landes, das Schwarze wie Unterbürger, Unteramerikaner und Untermenschen behandelte, besser vor Augen führt als das Wohlstandsgefäll…

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