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1961: One-Way-Ticket

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Scharf gilt als einer der Wegbereiter von Willy Brandts Ostpolitik

Foto: Probst/Ullstein

Im Spätsommer 1961 galt Kurt Scharf, der Propst von Brandenburg, vielen Menschen als ranghöchster Protestant in beiden deutschen Staaten. Im Februar desselben Jahres hatte ihn die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in das Amt des Ratsvorsitzenden gewählt. Seinerzeit arbeitete die EKD noch als gesamtdeutsches Gremium. Die DDR-Gliedkirchen waren fest eingebunden und erhielten umfangreiche Finanztransfers der westdeutschen Landeskirchen. Demzufolge war die Synode der EKD die einzige parlamentarische Körperschaft Deutschlands, deren Mitglieder aus beiden deutschen Staaten entsandt wurden. Dass sich die Synodalen für jemanden entschieden hatten, der kein amtierender Bischof war …

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