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Hot, igitt

Auf der Straße kann man beobachten, was Kleidung aus Körpern macht. Da werden Schultern durch Polster eckig, Taillen verschwinden unter Stoff. Getrimmte Körper wirken getrimmter. Wie Textil in den Körper einschneiden kann, ihn formt und ihm den Atem nimmt, das betrachtete die Künstlerin Christina Ramberg genauer. Ihre Gemälde werden in der Gruppenausstellung The Making of Husbands: Christina Ramberg im KW Institute for Contemporary Art gezeigt. Zu sehen ist Rambergs jahrzehntelange Beschäftigung mit dem weiblichen Torso, dem weiblichen Zwang zur Unterwerfung und Hang zur Perfektion.

Ramberg, die 1995 nach langer Krankheit starb, erzählte davon, dass sie ihre Mutter früher oft beim Fertigmachen beobachtete. Zum Ritual gehörte es, die Taille so schmal wie möglich zu halten und die Brüste m…

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