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Der Panzer bricht auf

„In meiner Jugend war ich ein guter Tischtennisspieler gewesen.“ Ziemlich zu Anfang dieses betörenden Textes setzt dieser Satz einen Ton wie ein Echo auf Marcel Proust. Martin Simons gestaltet einen vielstimmigen Klangkörper in dem scheinbar mühelos Erinnerung, Gegenwart, Beobachtung und Bewusstseinsstrom einander beeinflussen, abwechseln, überlagern und wo zwischen all diesen Stilmitteln trotzdem genug Raum entsteht, den eigenen, von diesem Schreiben ausgelösten Stimmungen nachzuspüren.

Dabei ist der Anlass dieses Buches an Gewicht nicht zu überbieten. Es geht um nicht weniger als die Frage, ob der Autor nun die letzten Dinge ordnen muss oder ob er als frischgebackener Vater weiter ein lebendiger Teil seiner kleinen Familie bleiben wird. Simons ist 2017, kurz vor Weihnachten, wegen eine…

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