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Der kratzige Ton des Teichrohrsängers

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„Naturschönheit“: Pierre-Laurent Aimard

Foto: Marco Borggreve

Nach seiner Singschule befragt, antwortet bei Richard Wagner ein Ritter, er habe im Wald den Vögeln zugehört (Die Meistersinger von Nürnberg, 1868). Aber erst Olivier Messiaen kam auf die Idee, den Vogelgesang buchstäblich nachzuahmen, in unsere zwölftönige Musik zu übersetzen und einen fast dreistündigen, 13 „Bücher“ füllenden Katalog der Vögel daraus zu kompilieren (Catalogue d’Oiseaux, 1958). Mit diesen Klavierstücken, sicher eines der Hauptwerke Messiaens, begann am vorigen Freitag das Berliner Musikfest 2019.

Was hat den Komponisten dazu bewogen, Vögel so ausführlich zu zitieren? Für Pierre-Laurent Aimard, der die Stücke mit gewohnter Sachlichkeit und Brillanz spielte, sind sie eine „musikalische Zuflucht“ angesic…

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