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„Heimat ist ein Tongeschirr“

Murathan Mungan ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller in der Türkei. In diesem Jahr ist er Gast des Berliner Künstlerprogramms. Am heutigen Donnerstag liest er auf dem Internationalen Literaturfestival der Stadt.

der Freitag: Herr Mungan, Einsamkeit spielt in Ihrem Werk eine große Rolle, sind Sie in Berlin einsam genug?

Murathan Mungan: Einsamkeit spielt doch für alle Künstler und Autoren eine wichtige Rolle; große Reisen sind immer einsam. Auch in Berlin bin ich einsam. Aber ich glaube, Einsamkeit ist etwas Förderndes. In einem langen Gedicht von mir, das es leider noch nicht auf Deutsch gibt, geht es darum; wer nicht einsam sein kann, glaubt nicht an die Zweisamkeit ...

Trotzdem glaube ich, dass eine so große Stadt wie Berlin eine ganz spezielle Form von Einsamkeit hervorbringt…

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