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Sie träumen ihren eigenen Tod

David Zelu blickt auf, lächelt und streckt seine Arme in den Himmel, wo die Sonne gerade durch die Wolkendecke bricht. Der Regen, der bis eben noch auf das Dach der kleinen Hütte gehämmert hat, die David mit vier anderen Teenagern teilt, ist vorbeigezogen. Draußen springen jetzt kleine, dünne Kinder durch die Pfützen.

David ist 15 Jahre alt und einer von sieben Leibwächtern des Offiziers einer Rebellenmiliz im Osten des Südsudan. Ein sogenannter Kindersoldat wie Tausende in diesem Land und Zehntausende in ganz Afrika. „Es ist hart, im Krieg zu sein, das stimmt. Und es ist traurig, seine Freunde zu verlieren. Aber was kann man machen? Wenn du kein Gewehr trägst, bist du nichts“, erklärt er sich.

Kinder, die Waffen tragen, gibt es außer im Südsudan in der Zentralafrikanischen Republik, in…

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