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Herr Lehmann

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Anfang Frank Lehmann lief mir 1991 über den Weg. Ich hatte die Idee für eine Kurzgeschichte, darin sollte ein Mann in Westberlin, das ja über eine große Hundepopulation verfügte, zu einer Uhrzeit, zu der ihm keiner helfen kann, einem bedrohlichen Hund begegnen. Also musste das um drei, vier Uhr morgens sein, wenn keiner mehr auf der Straße ist. Also musste er in einer Kneipe arbeiten, weil die Leute, die dort arbeiteten, immer als Letzte nach Hause gingen. Und da sonst kein Mensch unterwegs war, redete er nur mit sich und dem Hund. Eine Freundin von mir wurde damals gerade dreißig und ich hatte noch kein Geschenk, also musste der Mann in der Geschichte auch kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag stehen und alle nannten ihn deshalb „Herr Lehmann“. Am Ende machte er den Hund besoffen,…

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