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Der Ungebärdige

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Egon Günther mit dem Deutschen Filmpreis 1999

Foto: Teutopress/Imago

Er war unberechenbar, wild, manchmal chaotisch, hatte Geschmack (auch wenn er sein Leben lang nur in schäbigem Jeans-Look umherlief.) Äußerlichkeiten bedeuteten ihm nichts, dafür achtete er bei den Handlungsorten seiner Filme streng auf absolute Stimmigkeit von Dekor, Farbe und Licht. Und Genauigkeit.

Vor allem anderen aber liebte Egon Günther seine Schauspieler: Er öffnete sie alle zu großer darstellerischer Direktheit, Wahrhaftigkeit, mit Zärtlichkeit, mit Ironie untersetzt, ohne dabei eine Prise Melancholie aufzugeben. Das überzeugt jeden Zuschauer, auch heute noch, nach so langer Zeit; die Hoch-Zeit von Günthers Filmarbeit lag in den 1970er/80er Jahren.

Seine Fabulierlust sorgte für lustvolle Überraschungen…

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