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Supersupereinfach

Es war so: Eine deutsche Freundin rief mich an und fragte: „Hast du die Ferrante eigentlich schon gelesen?“ Sie klang gleichzeitig etwas entkräftet und heldenhaft – so wie man klingt, wenn man es geschafft hat, acht Kilometer am Stück zu rennen, ohne Seitenstiche zu kriegen.

„Nö“, sagte ich spitz – wie immer, wenn ich ahne, dass mir etwas aufgezwungen werden soll: noch ein Stück Torte oder eben der vierbändige Romanzyklus von Elena Ferrante, der, seitdem er auch in den USA erschienen war, bereits das gesamte italienische Feuilleton rauf- und runtergelobt wurde und dem eigens die Regeln des italienischen Literaturpreises Premio Strega angepasst worden sind, damit der/die/das „rätselhafte Unbekannte“, das sich hinter dem Pseudonym verbirgt, überhaupt nominiert werden konnte. Um dem Phanto…

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