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Misere der Bequemen

Die Lernergebnisse in manchen Berliner Kiezen sind empörend. In einigen Weddinger Schulsprengeln etwa können sechs von zehn Drittklässlern kaum lesen und schreiben, in Neukölln und Kreuzberg sieht es ähnlich aus. Weil es Berlins Regierungen seit Jahrzehnten nicht gelingt, diesen Zustand zu ändern, kommt nun Hilfe von überraschender Seite: von Privatschulen.

Es scheint eine neue Subspezies zu entstehen – Privatschulen für Arme. Nach der Quinoa-Privatschule im Bezirk Wedding hat sich nun eine weitere Freie Schule mit dem ausdrücklichen Ziel gegründet, Bildungsarmut zu bekämpfen: die Freudberg-Schule von Nizar Rokbani. Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat ebenfalls ein Konzept für eine freie „Bürgerschule“ in der Schublade. Das Problem der neuen Schulen: Berlins Verwaltung hintertreibt i…

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