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Trennkost und Wodka

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Bis dato hat die alte weiße Frau weniger Beachtung gefunden als ihr Pendant

Foto: Imago/Imagebroker

Gegenüber dem alten weißen Mann, der seit etwa fünfzehn Jahren eine erstaunliche Karriere als Feindbild all jener, die sich als jung, modern, divers und emanzipiert verstehen, hinlegt, hat die alte weiße Frau weniger Beachtung gefunden. Das liegt möglicherweise auch daran, dass man sich nicht ganz einig ist, ob es sich bei ihr eher um eine diskriminierte Figur oder um das Pendant zum alten weißen Mann handelt – also um eine Frau, die ihre eigenen Privilegien verkennt, machtaffin und statusbewusst ist. Die Berliner Journalistin Caroline Rosales entwirft in ihrem Debütroman Das Leben keiner Frau eine Figur, die beides ist.

Melanie ist 50, stellvertretende Chefredakteurin einer großen…

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