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Gestorben wird woanders

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Joe Biden gedenkt der jüngst in Afghanistan getöteten US-Soldat*innen

Foto: Zuma Wire/Imago

Es war ein Krieg mit enthusiastischer Zustimmung in den USA zu Beginn und mit wenig Unterstützung am Schluss. Doch sind die geläufigen Thesen von schwerem Schaden für die US-Macht durch das Scheitern in Afghanistan mit Vorsicht zu genießen. Es ist komplexer. Imperien vergehen irgendwann einmal. Doch eine dominierende Nation wie die Vereinigten Staaten beansprucht das Privileg, sich Fehleinschätzungen leisten zu können. Die verspätete Vorbereitung auf die Evakuierung ist schwer zu verstehen. Der Abzug selber war nach fast 20 Jahren Krieg und dem Einsatz von 800.000 US-Soldaten kein Fehler. Friedensgruppen verlangen ihn doch schon seit Jahren.

US-Fortschrittsillusionen von erstarkenden afgha…

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