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Auf Augenhöhe

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Ausgewählte Episoden, sparsam szenisch anerzählt: Shari Asha Crosson in „1.000 Serpentinen Angst“

Foto: Ute Langkafel/Maifoto

Zwei Kinder in zu großen Stöckelschuhen spielen Fangen. Trifft das Mädchen sein Blick, muss sie erstarren oder sie hat verloren. Wortlos, aufs Spiel konzentriert und im Moment versunken, geht dieser Prolog von Anta Helena Reckes Inszenierung 1.000 Serpentinen Angst am Berliner Maxim Gorki Theater vonstatten. Sinnbildlich steht er für die Sehnsucht, die schon in der Spielvorlage steckt, in Olivia Wenzels gleichnamigem, viel beachtetem Debütroman. Die Hauptfigur wünscht sich ihren Bruder zurück. Umgebracht hat er sich. Mit 17. Allein ist sie zurückgeblieben. Und sucht ihren Weg durchs Leben.

Traumatisierende Übergriffe hat die junge Schwarze ostdeutsche Frau…

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