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Apuliens Slum

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Hitze, kein Strom, kein fließendes Wasser, damit die Tomaten billig sind

Foto: Giacomo Sini

Es ist halb vier am Nachmittag, das Thermometer zeigt 42 Grad Celsius. Am Rande der Autobahn zwischen Bari und Foggia pflücken drei junge Afrikaner Tomaten. Nicht das kleinste Fleckchen Schatten ist auf der endlos weiten grünen Fläche mit roten Punkten zu finden, die sich im Vorgebirge Gargano und den Bergen von Irpinia im Süden Italiens zu verlieren scheint.

Nach einigen Kilometern verändert sich die Landschaft. Zwischen den Feldwegen, in Gold getauchten Feldern und Häuserruinen tauchen die ersten Hütten des „Ghetto of Borgo Mezzanone“ – des Slums von Borgo Mezzanone – auf. In einem der dunklen, winzigen Container der Siedlung hockt Benjamin, seinen vollen Namen will er aus Sicherheitsgrü…

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