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1939: Bronskis Ende

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Die Post am 2. September 1939 mit dem gesprengten Portal

Foto: Ullstein

In das Blut Polens getaucht wird Oskars alte Trommel sterben. Schon gestern, am Nachmittag des 31. August 1939, hat sich das angedeutet. Ist das Blech zerbeult und zerrissen, kann nur einer dafür sorgen, dass die Blessuren nicht unheilbar sind. Vorausgesetzt, Hausmeister Kobyella von der polnischen Post hat Zeit und einen guten Tag. Weil beides zutreffen kann, zieht Oskar seinen Onkel und mutmaßlichen Vater Jan Bronski durch die Schützenkette der SS-Heimwehr am Danziger Hevelius-Platz. Schon steht man „in der halbdunklen, angenehm kühlen Schalterhalle“, und schon kann Bronski mit dem Karabiner auf Posten ziehen, was der nicht will, aber muss, weil das von einem Polen, erst recht einem Postsekretär im Dienste…

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