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Eben noch Terrorist

Vor zwei Jahren noch brandmarkte ihn der äthiopische Staat als Terrorist. Heute wird Jawar Mohammed bei seiner Rückkehr aus dem US-Exil wie das Mitglied eines Königshauses empfangen. Jeeps mit Sicherheitsagenten patrouillieren vor seinem Hotel in Addis Abeba, Unterstützer aus der Provinz kommen in Scharen, um ihm zu huldigen und Claqueure bei seinen Meetings zu sein. Es zeugt vom atemberaubenden Wandel in Äthiopien, dass der triumphale Empfang einem Mann zuteilwird, den die regierende Revolutionäre Demokratische Front der Äthiopischen Völker (EPRDF) noch vor einem halben Jahr geächtet hat. In einem Studio in Minneapolis, in dem er das umstrittene Oromia Media Network gründete, hat Jawar Mohammed das vergangene Jahrzehnt damit verbracht, über soziale Medien für eine Wende in seiner Heima…

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