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Die Bank gewinnt immer

Am Nachmittag des 14. September 2008, eines Sonntags, fahren mehrere Yellow Cabs vor der Zentrale der New Yorker Notenbank vor. Sie chauffieren unrasierte Männer in Freizeitkleidung. Für die Pressevertreter, die vor dem Gebäude ausharren, ist klar: Es sind Anwälte, die aus dem Wochenende geklingelt wurden. Das Schicksal der Investmentbank Lehman Brothers scheint besiegelt. Und tatsächlich: Am nächsten Morgen, um 1.45 Uhr früh, treten Vertreter von Lehman Brothers den Gang zum Konkursgericht im alten Zollgebäude an der Südspitze Manhattans an. Die Geschichte des 158 Jahre alten Finanzinstituts ist zu Ende. Bilder der Lehman-Mitarbeiter, die an jenem Montag mit ihren Topfpflanzen und Familienfotos in Pappkartons die Bank verlassen, gehen um die Welt. Zehn Jahre ist jener Tag nun her. Wir …

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