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Das Große bleibt groß nicht

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Auf die Synchronität von Leistung und Gegenleistung zu drängen, ist für den Staat wie das System im Norden eine Existenzfrage

Foto: Ed Jones/AFP/Getty Images

Wahre Worte sind nicht schön, und schöne Worte zumeist nicht wahr. Es war gut beraten, wer vom Gipfel der glatten Zungen zwischen Donald Trump und Kim Jong-un Anfang Juni in Singapur keinen Gezeitenwechsel erwartete. Jahrzehnte standen sich die USA und Nordkorea in verbissener Feindschaft gegenüber und schienen allzu oft auf dem Sprung zum Krieg. Es käme einem Wunder gleich, hätten beide Staaten plötzlich ein Räderwerk der Diplomatie in Betrieb genommen, das störungsfrei und geräuschlos seinen Dienst versieht. Insofern kann es nicht verwundern, dass Außenminister Mike Pompeo einen für diese Woche geplanten Besuch in Pjöngja…

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