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1998: Krieg dem Tollpatsch

Schriftsteller wie Monika Maron und Reiner Kunze fühlten sich an DDR und Diktatur erinnert, Hans Magnus Enzensberger an die „Mafia“ und an „Metternich“, Matthias Politycki an „Umerziehungsmaßnahmen“. Und welcher Feind stand 1998 ante portas? Die Rechtschreibreform. Der Krieg um sie geht jetzt ins 20. Jahr, weil es echten Kriegern immer schon egal war, ob sie verloren oder gewonnen hatten. So wird uns die FAZ in zehn Jahren an den Dreißigjährigen Krieg um die Rechtschreibung erinnern, wie es Heike Schmoll am 1. August 2018 zum 20. Jahrestag der Einführung dieser Reform tat. Sie war seit dem ersten Tag ganz vorn mit von der Partie beim Widerstand gegen Reform und „Schreibanarchie“. Die stockreaktionäre Schweizer Stiftung für abendländische Gesinnung mit ihrem Präsidenten Robert Nef (den H…

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