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Keiner zeigte Reue

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Banner mit den Bildern der Verschwundenen, über deren Schicksal sich die Täter ausschweigen Foto: Eitan Abramovich/AFP/Getty Images

Mehr als 10.000 Menschen stehen am 25. August vor dem Gerichtsgebäude in Córdoba. Drinnen werden die Urteile im Prozess um die zwei Gefangenenlager La Perla und Campo de la Libera gesprochen, in denen Argentiniens Militärdiktatur (1976 – 1983) Regimegegner foltern und ermorden ließ. Der Vorsitzende des Ersten Föderalen Gerichtshofs, Jaime Díaz Gavier, verliest nacheinander 38 Strafen und fünf Freisprüche. Der Saal ist zum Bersten gefüllt und totenstill. Auf jedes einzelne Urteil, besonders auf die Verkündung von 28 lebenslangen Haftstrafen, folgt von draußen markerschütterndes Gebrüll.

Dieser 25. August 2016 wird ein historisches Datum für Argentini…

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