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Das Aroma von Abenteuer

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Das Abenteuer kann so nah sein Foto: Alberto Pizzoli/AFP/Getty Images

Reisen bildet. Das haben wir gelernt, seitdem sich ein deutscher Großdichter auf nach Italien machte und dieses Erweckungserlebnis egomanisch feierte. Es musste nicht einmal Italien sein, Albrecht von Haller etwa besang in seinem Langgedicht die Entdeckung der Alpen, von deren Höhen das aufstrebende bürgerliche Subjekt selbstgewiss in die Täler blickte, während sich Heinrich Heine auf seiner Harzreise schon ironisch-distanziert dem näherte, was wir heute Heimat nennen. Reisen ist ursprünglich ein sehr bürgerliches Phänomen, denn wer reist, gibt nicht nur kund, dass er sich bilden will, sondern auch, dass er sich das überhaupt leisten kann.

Insofern müsste es das bildungsbürgerlich gestimmte Publikum aufschreck…

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