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Abschied von „Arm, aber sexy“

Designermöbel auf ausgesuchten Teppichen und riesige Spiegel, die das Erdgeschoss der ehemaligen Brauerei ins Ungefähre verlängern. Dazu große Deckenkugeln, auf denen sich das Sonnenlicht in vielen Farben bricht. Das Studio des Künstlers Ólafur Elíasson auf dem Berliner Pfefferberg ist ein Ort, der viel über den Aufstieg Berlins zur Kulturmetropole erzählt. Und dass die Sozialdemokratie diese Räume nun kurz vor der Landtagswahl für ihren diesjährigen Kulturempfang eroberte, verdeutlicht noch einmal, dass sich das „Arm, aber sexy“-Image längst verflüchtigt hat.

Die Kultur trage die Hauptstadt, vermerkte der Regierende Bürgermeister Michael Müller gleich zu Beginn, stellte dann aber das Schwinden bezahlbarer Räume in den Mittelpunkt seiner Rede. Dass das Land Berlin die Privatisierung des…

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