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Bissmarck

In der Hamburger Galerie Conradi weht ein kaputter preußischer Geist. Bismarck ist da! Der Künstler Alex Wissel hat den deutschen Staatsmann in drei großen Zeichnungen gemalt, aus einer Installation guckt der graue Denkmalkopf, daneben eine Flasche Bismarck-Kornbrand, den der Reichskanzler selbst erfunden und später zu überregionaler Bedeutung gebracht hat. Wissel beschäftigt sich damit, wie und warum Bismarck und sein Mythos immer wieder vereinnahmt werden, legt Spuren bis zur Fußball-WM und Corona-Querfront. Und malt Bilder über eine neue transmediale deutsche Erzählung.

der Freitag: Herr Wissel, wie kamen Sie darauf, Bismarck für Ihre Arbeiten zu benutzen?

Alex Wissel: Ich beschäftige mich schon länger mit der Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte deutscher Nationaldenkmäler. Früher od…

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