Loading

1990: Irrungen, Wirrungen

placeholder article image
Berlin, auf einmal nicht mehr „Frontstadt“

Foto: Henning Langenheim/akg/dpa

Die DDR besenrein übergeben und zuvor möglichst wenig Unheil stiften. So wenig und damit viel zu viel erwartet im Einheitsjahr die Regierung in Bonn von der in Ostberlin. Geht und schwimmt, aber tut es im Aquarium, damit wir euch im Auge haben. Zu denen, die ein Auge werfen, zählt der bayerische Ministerpräsident Streibl (CSU). Am 13. August 1990 verlangt er in der Illustrierten Bunte, dass sämtliche Zahlungen für die DDR sofort zu unterbleiben hätten: „keine müde Mark mehr“. Das solle so bleiben, „bis der Beitritt endlich wirksam wird und die Hobbyminister drüben wieder ihren erlernten Berufen nachgehen“. Eine derart hingebungsvolle Sympathie ausgerechnet am 13. August? 29 Jahre zuvor hatte die DDR ihre…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.