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Ostdeutsches Selbstmitleid

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Genug gemeckert: Augen geradeaus und weiter geht's

Foto: Imago Images/Frank Sorge

Warum müssen wir Ostdeutschen uns eigentlich ständig über unser Schicksal beklagen? Solange wir den Unbilden der sozialistischen Diktatur ausgeliefert waren, erfüllte unser Klagen eine entlastende Funktion. Im gemeinsamen Klagen über die Unfähigkeit unserer greisen Führer, über die Irrationalitäten unserer Mangelwirtschaft und die Realitätsferne der Medien fanden wir uns als Betroffenheitsgemeinschaft zusammen. Aber auch heute noch treten Ostdeutsche oft als Unzufriedene in Erscheinung: unsere Industrie sei abgewickelt, unsere Biografien seien entwertet worden, wir würden als Bürger zweiter Klasse behandelt. Jetzt gibt es also auch Grund sich darüber zu beklagen, dass wir um unser 68 gebracht worde…

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