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Hongkong blues

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Protestierende in Honkong mit Gasmasken. Die chinesische Polizei setzt mitunter Tränengas ein

Foto: Philip Fong/AFP

In den 22 Jahren, seit die Souveränität der britischen Ex-Kolonie an China übertragen wurde, besaß Hongkong eine Art Zwischenexistenz. Es diente als Schnittstelle zwischen westlichem neoliberalen Globalismus und chinesischem Staatskapitalismus. Das Leben unter diesen Bedingungen war nicht leicht. Dieselben Deals, die Hongkong zu einem so gefragten Finanzzentrum und einem der wichtigsten Absatzmärkte für Kapital aus Festlandchina machten, haben der Stadt auch einen der höchsten Gini-Koeffizienten weltweit beschert: Jeder fünfte Bewohner lebt heute unter der Armutsgrenze. Exorbitante Mieten zwingen einen durchschnittlichen Hochschulabsolventen, 13 Jahre lang das gesa…

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