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Zerstörte Heldinnenerzählung

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Lohfink mit ihren Anwälten Christian Simonis (li.) und Burkhard Benecken (re.) Foto: Clemens Bilan/AFP/Getty Images

Es ist ein vertracktes Urteil: Gina-Lisa Lohfink wurde vom Amtsgericht Tiergarten wegen falscher Anschuldigung einer Vergewaltigung zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt. „Frau Lohfink sieht sich als Opfer, das zur Täterin gemacht wurde“, sagte Staatsanwältin Gögge, das sei Unfug, und verwies auf Ungereimtheiten ihrer Aussagen, von denen es in der Tat eine ganze Menge gibt.

Allerdings weiß auch jeder, der persönliche Geschichten sexueller Übergriffe oder Vergewaltigungen kennt: Sie laufen nicht logisch ab, sondern kompliziert und widersprüchlich. Zum Beispiel, weil in den meisten Fällen der Täter aus dem privaten Umfeld kommt. Lohfink hat bereits angekündi…

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