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Krieg der Köpfe

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Die Republik wird immer schlauer. Aber wer gewinnt, und wer verliert? Illustration: der Freitag

Helmut Kohl hatte immer eine feine Nase für Probleme. Und Talent für zugespitzte Darstellungen. „Unsere jungen Leute“, sagte er einmal, wollen „möglichst lange auf dem bequemen Sofa des Umhegtseins sitzen bleiben.“

Das war 1993. Der Kanzler der geistig-moralischen Wende machte sich damals Sorgen. Anfang der 1990er hatte nämlich die Gesamtzahl der Studierenden erstmals die der Lehrlinge überschritten. Das nervte Kohl, der nie einen Hehl daraus machte, dass ihm Studierende irgendwie suspekt waren. Er hielt die „duale Berufsausbildung für das Fundament unseres Ausbildungssystems“.

Heute sind wir alle wie der Altkanzler. Die Zahl der Abiturienten boomt wie nie zuvor in Deutschland. Trotzd…

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