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Wer ist jetzt der Böse?

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Die Ironie der Paranoia des Protagonisten liegt darin, dass jeder Verdacht, den er auf seinen Gegenspieler richtet, sich in ihm selbst spiegelt

Foto: Andreea-Pop/Unsplas

Wer großen Erfolg haben will, braucht große Gegner. Kaum etwas verleiht so viel Ansporn wie der Glaube, einen übermächtigen Feind zu haben. In Maxim Billers neuem Roman ist dieser Feind der Autor Hans Ulrich Barsilay, „indirekter Nachfahre von König David, Spinoza oder Glückel von Hameln“ und eine mächtige Figur im Berliner Literaturbetrieb. Für den jungen Schriftsteller Erck Dessauer, der um 2000 von Leipzig nach Berlin zieht, wird Barsilay zum Symbol all dessen, was er erreichen will und was seinem Erfolg im Weg steht. Die Geschichte setzt auf ihrem dramaturgischen Höhepunkt ein: Dessauer, der seinen ersten Ve…

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