Loading

Weites, enges Brasilien

placeholder article image
„Der Sommer mit Mamã“, eine Analyse zu Raum, Klasse und Geschlecht

Foto: Aline Arruda/Gullane Filmes

Als der deutsche Medienwissenschaftler Martin Schlesinger 2005 ein Auslandssemester in der brasilianischen Metropole Belo Horizonte absolviert, ist es zunächst nur ein irritierendes Gefühl: Es ist so eng hier. Die Zimmer sind manchmal kaum größer als ein Doppelbett. Auch in Städten wie São Paulo oder Rio de Janeiro, in die ihn mehrere Forschungsreisen in den kommenden Jahren führen werden, spürt er diese Enge. Dabei ist Brasilien 23,8 Mal so groß wie Deutschland, eigentlich genügend Platz für 211 Millionen Einwohner. Jedoch leben circa 86 Prozent von ihnen in Städten, hinzu kommt die Ungleichheit, die sich unter dem rechtsradikalen Präsidenten Bolsonaro noch weiter verschärft hab…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.