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Eingemauert in Schuld

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Sowjetsoldaten stürmen eine polnische Stadt an der Ostfront, 1945

Foto: United Archives International/Imago Images

Der Roman hat einen der längsten Cliffhanger, erst nach fast 500 Seiten wird das Geheimnis vom Anfang aufgeklärt: „Ich hätte sie nicht einmauern dürfen. Nein das hätte ich nicht. Hannah ist doch meine Schwester. – Diese drei kurzen Sätze standen auf der Rückseite eines zerknitterten Fotos. Das Foto gehörte zum Inhalt eines alten Schuhkartons. Der Schuhkarton stand unter dem Bett. Es war das Bett, in dem Vater gestorben ist.“

Der gerade verstorbene Vater ist Helmuth Harder, geboren 1929 in Charlottenhof in Schlesien. Als er zu Beginn des Jahres 1945 erlebt, wie Soldaten der Roten Armee als Befreier kommen, der Zivilbevölkerung aber mit hemmungsloser Gewalt begegnen, b…

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