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Der Neukölln-Komplex

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Seit Jahren fordern Bürger*innen in Neukölln Aufklärung, wie hier Ende Juni 2020

Foto: F. Boilot/Snapshot-Photography/Ullstein

Hier, wo die Schmankerl süß sind, erzählt Mohamed Zalah von seinem Alltag im rechtsextremen Terror. Baklava verkauft er in dieser Confiserie, ein Gebäck, angereichert mit Mandeln, Pistazien oder Walnüssen. Wenn der syrische Bäcker morgens um neun Uhr die Ladentür passiert, ist die Stimmung jedoch weniger lieblich. Dann fragt er sich, ob schon wieder rote SS-Runen an die Außenfassade geschmiert worden sind. Zuletzt ist eine solche Kriegserklärung im Juni in Farbe gegossen worden, schon die siebte Attacke in jüngster Zeit. „Ich musste mir erst einmal von Nachbarn erklären lassen, was dieses Symbol überhaupt bedeutet“, sagt Zalah.

2015 ist der 24-Jährige aus…

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