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Angriff auf den Lenin-Sowchos

Wenn Pawel Grudinin über die Attacken der Immobilienhaie auf den von ihm geleiteten Lenin-Sowchos redet, bleibt er ganz ruhig. Dabei müsste er eigentlich laut, aufgeregt und empört sein, denn die Gerichtsvollzieher sind schon im Anmarsch. Wir sitzen auf einer Bank in einem Park mit russischen Märchenfiguren, den Grudinin hat bauen lassen. Was der Sowchos-Vorsitzende, der 2018 gegen Wladimir Putin in den Wahlkampf zog, mir erzählt, erinnert an Schlachten unter Feudalherren in vergangenen Zeiten. Jedenfalls könnte das Agrarunternehmen bald von der Endlichkeit seines Daseins erfahren. Am 6. Juli hat ein Schiedsgericht des Moskauer Gebiets gegen den Chef des Lenin-Sowchos wegen „schlechter Wirtschaftsführung“ eine Strafe von umgerechnet zwölf Millionen Euro verhängt. Geld, das Grudinin nich…

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