Loading

Ein guter Moment

Es kommt vor, dass ein und dasselbe Kunstwerk ganz verschiedene Aspekte hat, je nachdem wer draufschaut. Nicht so oft fallen die Perspektiven von Künstlerin und Kunsthistoriker aber so auseinander wie im Fall der Arbeiten von Katja Novitskova. Die 1984 in Tallinn, Estland, geborene Künstlerin interessiert sich für die Biosphäre, für den Klimawandel, für künstliche Intelligenz. Die Kunsthistoriker dagegen interessiert ihr Einsatz von Arbeitsweisen und die Position innerhalb einer Stilrichtung, die als Post-Internet bekannt war. Ihre neueste Ausstellung ist seit diesem Wochenende als ein Teil der Ausstellung der vier Kandidatinnen zum Preis der Nationalgalerie 2019 zu sehen.

Novitskova zeigt in zwei Räumen drei Werkgruppen. Es handelt sich jeweils um Arbeiten, die aus zweckentfremdeten tec…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.