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Im Auge des Hurrikans

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Im Vergleich zur kolumbianischen Jahresproduktion erscheinen selbst große Drogenfunde dürftig Foto: Eitan Abramovich/AFP/Getty Images

„Willst du wissen, wo Otoniel ist?“ Dorlans Augen blitzen auf. Der rechte Mundwinkel des jungen Mannes zieht sich in einem Lächeln nach oben. „Jeder weiß es – ich, die Armee, die Polizei, die Behörden überhaupt.“ Der Kellner des Cafés steht in Hörweite und regt sich nicht. Dorlan redet nur so frei, weil er am Busbahnhof in Medellín sitzt, nicht in der rund 350 Kilometer weiter nördlich gelegenen Karibikregion Urabá. Dort hat der Clan das Sagen, die Urabeños, formiert aus sogenannten Bandas criminales oder Bacrim. Es handelt sich um Gangs, die aus ehemaligen paramilitärischen Verbänden stammen und sich unter dem Präsidenten Álvaro Uribe (2002 bis 2…

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