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Gefleckt sein ist alles

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Michael Phelps bringt die uralte Behandlungsmethode „cupping“ wieder in Mode Foto: Al Bello/Getty Images

Bei vielen Olympioniken, allen voran bei Schwimmstar Michael Phelps, ist aktuell ein Hautphänomen zu sehen, das man im Englischen hickie nennt. Es ist kreisrund und dunkelrot bis lila. Unter Jugendlichen ist das Ganze als Knutschfleck bekannt, Mediziner bezeichnen es als Sugillation oder Hautblutung. Sie entsteht, beherzt saugende Lippen ausgenommen, durch ein mit Unterdruck auf der Haut platziertes Gefäß im Rahmen des sogenannten cupping. Dabei handelt es sich um ein ausleitendes Verfahren der Viersäftelehre, auch Humoralpathologie genannt. Einer der vier vermeintlichen Körpersäfte (Blut, gelbe Galle, schwarze Galle und Schleim) wird aus dem Körper ausgeleitet, um das Gleich…

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