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Kampf der Dämme

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Aloq Mahmouds Land ist trocken

Foto: Daniela Sala

Dort, wo ein weiterer Konflikt um die Verteilung von Wasser ausgebrochen ist, liegt blauer Himmel über einer stillen Landschaft. Das Ende eines 200 Meter langen Plastikrohrs baumelt von einem Felsvorsprung und führt in eine schmutzige Pfütze, aus der vergeblich Wasser zu pumpen versucht wird. Daneben steht Alqod Mahmoud, 33, und starrt in das ausgetrocknete Flussbett des Diyala, eines der wichtigsten Zuflüsse des Tigris im Nordirak. „In zwei Jahren lebt hier keiner mehr“, sagt der Dorfvorsteher von Topkhane, einem Dorf in der kurdischen Autonomieregion. „Und das alles, weil der Iran Dämme baut und uns verdursten lässt.“

Einst galt die Gegend zwischen Euphrat und Tigris als äußerst fruchtbar. Bis heute hat sich an der Bedeutung der…

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