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Die Gefahr lauert anderswo

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Kaïs Saïed und Tunesien, ist das die große Liebe?

Foto: Chokri Mahjoub/Zuma Wire/dpa

Am 26. Juli, einen Tag nachdem Präsident Kaïs Saïed wegen einer ausufernden Corona-Krise die Exekutivgewalt an sich gezogen hat, versucht Rached al-Ghannouchi, Vorsitzender der islamistischen Ennahda-Partei und Parlamentspräsident, das Gelände des Regierungssitzes zu betreten. Als er von Soldaten daran gehindert wird, sagt er: „Das tunesische Volk wird den Rückfall in die Tyrannei nicht akzeptieren. Wenn die Freiheit bedroht ist, hat das Leben keinen Wert.“ Ghannouchis seit über 40 Jahren stets von Neuem verkündete Botschaft gilt dem Aufbau einer islamischen Gesellschaft auf demokratischem Wege. Freilich hat seine Partei nach ihrer Legalisierung in der Zeit des Arabischen Frühlings Anfang 2011 h…

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