Loading

„Auschwitz integrieren“

placeholder article image
Die deutsche politische Identität sollte nicht auf die Shoa reduziert werden, sagt Per Leo

Foto: Tobias Gerber/laif/

Das Holocaust-Gedenken nimmt in Deutschland eine zentrale Rolle ein. Zu zentral, finden manche Historiker, wie der australische Genozidforscher A. Dirk Moses. Seine Kritik eines „Katechismus der Deutschen“, der den Kolonialismus zugunsten von Auschwitz ausblende und dazu diene, Kritik am Staat Israel zu verunmöglichen, hat eine Diskussion ausgelöst, die mitunter als „neuer Historikerstreit“ bezeichnet wird, in Erinnerung an die 1986 geführte Debatte. Damals, vor 35 Jahren, hatte Ernst Nolte in einem Zeitungsartikel die Singularität des Holocausts in Frage gestellt und stellte die These auf, das Gulag-System sei das Vorbild für die Vernichtungspolitik der Nationals…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.