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Als einer den Wessis von der DDR erzählte

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Lauerte für Westdeutsche hinter der Mauer wirklich nur Unheil?

Foto: Carsten Koall/Getty Images

Wolfgang Hilbig, der in diesem Monat 80 Jahre alt geworden wäre, war womöglich der wortmächtigste Literat, den die DDR hervorgebracht hat. In den aktuellen Würdigungen des 2007 verstorbenen Büchner-Preisträgers fällt jedoch auf, dass sein einziger Bestseller, »Ich«, kaum oder gar nicht erwähnt wird. Warum eigentlich nicht?

In der Ausgabe des Literarischen Quartetts vom 21. Oktober 1993 (siehe youtube.com) zeigte sich ein Hellmuth Karasek hellauf begeistert. Dieser Roman zeige, wie ein Autor erst in einer Provinzstadt, dann in der Hauptstadt Berlin vom Staatssicherheitsdienst zum Schreiben, zum Denunzieren und zum Leben gebracht werde. „Es ist das erste umfassende Porträt, das die DDR i…

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