Loading

„Skandalös optimistisch“

placeholder article image
Caetano Veloso (hier auf einem Bild von 1993) sieht heute beunruhigende Parallelen zur Zeit der Diktatur

Foto: Markus Kirchgessner/laif

Ein halbes Jahrhundert ist es her, seit die Schergen der brasilianischen Diktatur an die Haustür der Musiklegende Caetano Veloso klopften und verkündeten: „Packen Sie besser Ihre Zahnbürste ein.“ Sechs Monate Haft später wurde er ins europäische Exil gezwungen und verbrachte die nächsten zweieinhalb Jahre in den Londoner Stadtteilen Chelsea, West Kensington und Golders Green, wo er sein bis heute am stärksten gefeiertes AlbumTransain der Sakristei einer Kirche probte.

„Davor war ich nur einmal in London gewesen, und es hatte mir nicht gefallen. Es war mir zu distanziert, so fremd“, erinnerte sich Veloso während eines der seltenen Interviews, die …

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.