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Romantisieren!

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Gefangen im Mythos Maschine: Charlie Chaplin in „Modern Times“ (1936)

Foto: Mary Evans/Imago Images

Angesichts von Seuchen, Ressourcenverschwendung und technischer Hochrüstung in einer vernetzten Welt ist es geboten, grundsätzlich über die Bedingungen der Möglichkeit eines Kurswechsels im globalen Maßstab nachzudenken. Der Wiener Historiker Philipp Blom tut zum 100. Jubiläum der Salzburger Festspiele genau das. Er geht davon aus, dass die mit der industriellen Moderne verbundene Wachstumsökonomie unausweichlich zu einem Ende gekommen, der Ideenpool für einen ökologischen und demokratischen Neuanfang aber noch kaum gefüllt ist.

Die Menschheit habe, zitiert er Bruno Latour, gar nicht genug Erde für so viel Fortschritt. Dass „unendliches Wachstum mit endlichen Ressourcen schwer zu v…

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