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An die Atombombe gewöhnt

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Die Crew des Militärfliegers „Enola Gay“, von dem die Hiroshima-Bombe abgeworfen wurde, bei einer Parade in New York, 1946

Foto: Keystone/Getty Images

Der gedankliche Umgang mit der Gefahr eines Atomkrieges ist in den USA mindestens so kompliziert wie das Verständnis für eine exponentielle Vermehrung des Corona-Virus. Ein Dreivierteljahrhundert ist vergangen seit den Atomangriffen auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Inzwischen sind neun Staaten im Besitz von mehr als 14.000 Kernwaffen, vornehmlich Russland und die USA. Häufig werden die Arsenale „modernisiert“, auch deshalb hat das US-Wissenschaftsmagazin Bulletin of the Atomic Scientists die Zeiger seiner symbolischen Weltuntergangsuhr in diesem Jahr von zwei Minuten auf 100 Sekunden vor zwölf gestellt.

Die öffent…

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