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Mediale Idiotie

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Heikelste politische Gemengelagen werden auf ein persönliches Gefühl reduziert: „great“ oder – noch öfter –: „sad“

Foto: Drew Angerer/Getty Images

Horst Seehofer will twittern. Am Ende des Monats soll es soweit sein. Das ist folgerichtig. Und selbst, wenn er sagt, das nicht wie Donald Trump tun zu wollen, sehen die Algorithmen das schon anders: Sucht man auf Twitter nach „Horst Seehofer“, erscheinen inmitten all der Fake- und Satire-Accounts, die in den vergangenen Monaten aus dem Boden gesprossen sind, als einzig reale Adressen die beiden des US-Präsidenten.

Auch Seehofers emotiver Politikstil der rechtslastigen, missverständlich-unmissverständlichen Sprüche passt gut zu einem Kurznachrichtendienst, der durch Trump auf eine nicht nur politisch neue Ebene gebracht wurde. Und sch…

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